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In einem Dummy Trial werden nahezu alle Situationen, die in einem Field Trail vorkommen können, mit Dummies nachgestellt. Es werden (anders als bei Dummyprüfungen) keine Einzelsituationen nachgestellt, sondern man versucht eine Jagd in ihrem Gesamtablauf mit allen Situationen darzustellen.

Grundlage des Richtens bietet daher auch der FCI-Leitfaden für Field Trials. - Auszug

ZIEL

Art. 1
Der Retriever ist der unentbehrliche Helfer des Jägers nach dem Schuss. Das Ziel der Prüfungen nach dem Schuss ist es, die besten Hunde zu selektionieren, welche die wirkliche Neigung haben, geschossenes Wild aufzuspüren, ein gutes Temperament haben und retrieverspezifische Markierfähigkeiten, ihren Geruchssinn einsetzen, Initiative zeigen und mit weichem Maul apportieren.

Einwirkungen des Hundeführers sollten nur als unentbehrliche Ergänzung dieser Eigenschaften betrachtet werden, um den Hund an seinem Platz oder beim Fusslaufen ruhig zu halten, oder damit er folgsam die Befehle ausführt und sich allenfalls einweisen lässt, wenn das Wild nicht sichtig gefallen ist.

AUFRUFEN UND AUSSCHEIDEN DER HUNDE
Art. 15
Die Auslosung durch das Organisations-Komitee bestimmt die Startreihenfolge der Teilnehmer für den ersten Durchgang. Die Hunde werden gruppenweise getestet in numerischer Reihenfolge entsprechend der zugewiesenen Startnummern. Soweit wie möglich werden die Hunde, welche demselben Besitzer gehören oder durch die gleiche Person geführt werden, nicht zusammen geprüft.

Kein Hund kann eliminiert werden, bevor er nicht von zwei Richtern bewertet wurde, außer wenn er einen Ausschluss-Fehler begangen hat.

Die Richter haben das Recht, das für einen Hund geschossene Wild durch einen anderen Hund apportieren zu lassen.

Die Richter können entscheiden, dass die Prüfung durch einen Entscheidungslauf („run-off“) beendet wird. Für diese Endausscheidung werden alle Hunde aufgerufen, welche (noch) „Vorzüglich“ erhalten können. Diese werden alle in einer Linie aufgestellt, auch wenn es mehr als 3 Hunde sind. Die Endausscheidung wird prinzipiell von allen Richtern zusammen bewertet. Der Entscheidungslauf beeinflusst die Resultate in gleicher Weise wie die vorhergegangenen Runden. Ein Stechen zur Vergabe des CACIT kann nur zwischen Hunden stattfinden, die bereits ein CAC erhielten. Es wird an einem Posten durch zwei von der Organisation bestimmte Richter gerichtet. Das Stechen wird als einzelner Test beurteilt, und die Hunde erhalten soviele Apporte, wie die Richter für notwendig erachten.

Allfällige Fehler während dieses Stechens haben weder Einfluss auf die Resultate noch auf das CAC, welche bereits vergeben wurden. Die Richter können auf die Vergabe des (R)CACIT verzichten, falls die gezeigte Arbeit ihrer Ansicht nach nicht ausreichend war.


BEWERTUNG DER ARBEIT
Art. 17
a) Der ideale Retriever ist aufmerksam, „steady“ und ruhig, ohne die Aufmerksamkeit seines Führers zu verlangen. Er soll das Wild gut markieren und sich die Fallstelle über eine längere Zeit merken. Wenn er für einen Apport losgeschickt wird, sollte er bei der Suche ausdauernd sein, Initiative zeigen, eine gute Nase haben und die Fähigkeit, Wild aufzuspüren. Er sollte in jedem Gelände arbeiten und Wasser unverzüglich, ohne Ermunterung annehmen. Er arbeitet, um seinem Hundeführer zu gefallen („will to please“) und ist in gutem Kontakt zu ihm, aber ohne abhängig von ihm zu sein. Wenn er das Wild gefunden hat, soll er es schnell und korrekt mit weichem Maul zurückbringen und es auch korrekt abgeben.

b. SCHWERE FEHLER (Reihenfolge gemäss frz. Text)
- übermäßige Abhängigkeit zum Hundeführer
- lautes Einwirken durch den Hundeführer
- „first dog down“
- unruhiges Verhalten an Ort, so dass der Hundeführer dem Hund zuviel Aufmerksamkeit schenken muss
- schlechte Kontrollierbarkeit und/oder unnötige Störung des bejagten Gebiets
- schlechtes Markieren und/oder schlechte Erinnerungsfähigkeit des Fallortes
- schlechtes Fußlaufen
- nachlässiges Apportieren
- langsames Arbeiten und/oder mit wenig Initiative
- einmaliger „eye-wipe“

EIN HUND, DER EINEN SCHWEREN FEHLER BEGANGEN HAT, KANN DIE BEWERTUNG „VORZÜGLICH“ NICHT MEHR ERHALTEN.

Definition eines „eye-wipe“:
Eine nicht genützte Chance, Wild zu finden und zurückzubringen, wenn dieses Stück Wild vom nächsten gesandten Hund unter den genau gleichen Bedingungen gefunden oder aber vom ganzen Richtergremium oder einem Teil davon aufgelesen wird.

Definition von „first dog down“: Eine nicht genützte Chance, ein wahrscheinlich verwundetes Wild zu finden und zurückzubringen, das der Hund markiert hat und auf das er sofort geschickt wurde, welches auch nicht durch einen nachfolgenden Hund gefunden werden konnte oder durch die Richter aufgelesen wurde.

c. Ausscheidungs-Fehler (Reihenfolge gemäss frz. Text)
- Austauschen des Wilds
- körperlicher Kontakt mit dem Hund
- aggressives Verhalten
- hartes Maulzweimaliges Begehen eines schweren Fehlers- Winseln oder Bellen
- SchussscheueEinspringen- außer Kontrolle geraten, ungeschossenes Wild hetzen oder weiterjagen mit Wild im Fang
- zwei „eye-wipes“
- Verweigerung, Wasser anzunehmenVerweigerung, gefundenes Wild zu apportieren

Definition von „Einspringen“: Wenn der Hund seinen Platz ohne Aufforderung verlässt mit der Absicht zu apportieren und dabei gestoppt werden muss.