Bei der Behandlung von akuten und chronischen Magen-Darm-Erkrankungen haben diätetische Maßnahmen eine besondere Bedeutung: Soweit vom Hund akzeptiert, sollte daher das unten aufgeführte Diätschema durchgeführt werden:

Diät:
Nach ein- bis zweitätigem Fasten ist über 4 - 5 Tage eine Diät aus Hüttenkäse mit Kartoffelbrei zu empfehlen. Dabei sollte der Kartoffelbrei ohne Milch zubereitet sein. Als Getränk dient abgekochtes Wasser mit einer guten Prise Salz. Die Ration sollte aus zwei Teilen Hüttenkäse und einem Teil Kartoffelbrei bestehen und auf fünf kleine, jeweils frisch zubereitete Portionen am Tag verteilt werden. Alternativ ist der versuchsweise Einsatz kommerzieller Diäten möglich. Auch in der Fastenzeit ist die Zufuhr von Flüssigkeit zwingend.

Erste Futterumstellung:
Nach Besserung des klinischen Zustandes kann auf ein ausgewogenes Dosenfutter mit möglichst geringem Kohlenhydratanteil übergegangen werden. Eine empfehlenswerte Ration wäre zu dieser Zeit 60 - 70 % proteinreiches Dosenfutter und 30 - 40 % Kartoffelbrei oder weichgekochter Reis. Eine zu frühe Futterumstellung ist dabei zu vermeiden. Die Umstellung muss langsam erfolgen. Alle 2 - 4 Tage sollte eine der täglichen Futterrationen durch eine entsprechend große ersetzt werden. Bei angegebener Futterzusammensetzung liegt ein bedarfsgerechtes Protein-Kohlenhydratverhältnis vor. Ein zusätzliches Füttern von Futterflocken, Hundekuchen oder Dosenvollnahrung ist zu vermeiden, da es im Stadium der Besserung erneut zu Verdauungsstörungen führen kann.

Zweite Futterumstellung:
Nach völliger Normalisierung der Verdauung kann langsam wieder auf das gewohnte Futter übergegangen werden. Es ist jedoch zu beachten, dass einige Hunde auf Futtermittel, der hocherhitztes Trockenfleisch und Getreideflocken enthalten, überempfindlich und mit Durchfall reagieren. Gleiches gilt für das Verfüttern ungekochter enthalten, überempfindlich und mit Durchfall reagieren. Gleiches gilt für das Verfüttern ungekochter Schlachtabfälle, insbesondere für Knorpel, Knochen, Lunge und Milz. Die Aufteilung der Tagesration auf zwei Fütterungen auch über die Zeit der Diätfütterung hinaus ist sinnvoll.